Archive for Allgemein

Gundermann

Der Gundermann, auch kriechender Günsel genannt, wächst eigentlich in jeder Weise. Normalerweise ist er ein kriechendes, unauffälliges kleines Gewächs. Nur zu seiner Blütezeit (April/Mai) steht er aufrechter als sonst da. die Blüten sind klein und lila.

Viel zu schade zum „als Unkraut rausreißen“ , er ist nämlich sehr lecker und würzig.

Schafgarbe

Die Schafgarbe ist eine sehr häufig vorkommende Wildpflanze bei uns. Sie wächst gerne überall dort, wo wilde Wiesen sind, die nicht zu feucht sind. Z.B. auf der Außenseite des Elbdeiches in Hülle und Fülle.

Schafgarbe ist zu erkennen an seinen feinfedrig gezackten Blättchen. Sie sind immer sehr weich und leicht. Später im Jahr (ab Juni) kommen dann schöne, charakteristisch, krautig riechende weiße Blütendolden dazu. Selten sind die vielen kleinen Blüten auch mal rosa.

Beim Pflücken sollt man tunlichst mit einer Schere arbeiten und nicht reißen, da die Pflänzchen sehr fest an ihren Wurzeln sitzen. Und wenn man aus versehen jedesmal die Wurzeln mit rausreißt, dann wachsen dort keine Schafgarben mehr und man bringt sich selbst um seinen Vorat.

Schafgarbe ist ein sehr beliebtes , markantes Küchenkraut. Weiterhin eine Heilpflanze gerade für Frauenleiden. Sie wirkt krampflösend, Bauchwehstillend, hormanausgleichend, blutstillend uvm.

Giersch

Auch Giersch wird meist nur als Unkraut gesehen, was mitnichten stimmt.

jetzt im Frühjahr kommt es frisch und knackig aus der Erde. Ich warte immer schon darauf. Erstens für meine Kaninchen, deren Lieblingsessen sie sind und zweitens für unseren Salat, den ich daraus mache.

Giersch ist zu erkennen an seinen 3×3 Blätern pro Stiel. Der Duft ist unverwechselbar wie Petersilie oder Wurzelgrün. Und so schmeckt er auch. Eben wie ein echtes Küchenkraut – viel zu schade zum wegschmeißen.

Brennessel

Die Brennesseln sind nicht nur ein Unkraut, das die Haut verbrennt, sondern auch eine wertvolle Heilpflanze, die noch dazu hervorragend schmeckt.

Sie kommt jetzt im Frühjahr frisch aus der Erde, da schmeckt sie am besten. wer immer frische und knackige Brennnesseln haben möchte, der muss also auch fleißig ernten. Denn sonst werden die Brennnesseln älter und die Blätter härter. Dann schmecken sie nicht mehr. Aber dann kommen im herbst die schwarzen Saatkörner dran. Auch diese sind wieder ein Superfood und können ganz leicht geerntet werden. Das zeige ich damm aber erst im Herbst.

damit man sich beim Blätter pflücken nicht verbrennt, muss man einfach ganz fest zupacken. Damit zerstört man sofort die Brennhäärchen.

wenn man das Brennesselblatt wie beschrieben zusammen gefaltet hat, dann sind alle Brennhäärchen kaputt und man kann die Kraftpakete gefahrlos genießen. (Macht sogar mein 6-jähriger Sohn schon)

Efeu

Efeu ist ein immergrünes, rankendes Gewächs. Man findet es eigentlich überall. An Hausmauern, Zäunen oder kriechend irgendwo im Garten. Die neuen Efeublätter sind hellgrün, die älteren dunkler und etwas fester. Im Herbst blüht der Efeu. Die Blüten riechen stark blumig und locken Unmengen Insekten an. Die Früchte sind giftig und werden von uns nicht verwendet.

Efeu ist in hoher Dosierung giftig, in Mischtees ist er aber gerne genommen für Bronchitis und Keuchhusten

Efeu wirkt äußerlich gut gegen Cellulite. Dafür wird ein FigurÖl oder eine Bodylotion daraus hergestellt. Hierzu mehr in meinen Naturkosmetikseminaren.

Außerdem hat er ca. 8% Saponine. Saponine sind tensidähnliche Stoffe, die sich hervoragend zum Waschen eignen.

Thymian

Der Thymian ist vielen aus der Küche bekannt, dass er aber eine wertvolle Heilpflanze ist, weiß nicht jeder. Thymian ist an vielen Stellen im Wals wild zu finden, wächst aber auch bei vielen im Kräuterbeet oder in Töpfen. Er ist eine mediterane Pflanze, liebt also Wärme. Er benötigt nicht viel Wasser. Er zählt zu den verholzenden Pflanzen. Wenn man ihn nicht regelmäßig beschneidet und erntet, dann werden seine holzigen Ästchen immer mehr und sein Blattanteil geringer. Wer den Thymian also pflegen will, beschneidet ihn regelmäßig.

Thymian hat viele kleine Blättchen und einen unverwechselbaren Geruch. Im Frühsommer blüht er weiß oder rosa. Die Bienen lieben ihn. Er ist immergrün und relativ winterfest.

Er wirkt gegen viele Pilze, Bakterien und Vieren.Außerdem wirkt er
entzündungshemmend, desinfizierend, entkrampfend und schmerzstillend. Er ist eine richtige kleine Hausapotheke.

Thymian als Tee getrunken ist ausgesprochen wohlschmeckend.

Spitzwegerich

Sein Name ist Programm: er hat spitze Blätter und wächst überall am Weg.Der Spitzwegerich ist eigentlich überall auf Wiesen, an Grabenrändern, am Elbdeich, im Garten zu finden. Im Wald dagegen werdet ihr ihn eher nicht finden. Er ist unauffällig, kommt jetzt im März frisch aus der Erde. Seine spitzen, schmalen Blätter sind längs gestreift. Etwas später im Frühjahr bekommt er noch lange Stängel mit unauffälligen, braunen Blüten.

Er verfügt über mehrere tolle Heilwirkungen und ist eine richtige kleine Notfallapotheke.

Er hilft gegen Insektenstiche, Brennnesselverbrennungen und kleine Wunden. Darauf komme ich aber in einem späteren Beitrag noch zurück, jetzt soll es erst mal um Hustentee gehen

Außerdem ist er eine gute Heilpflanze bei Katarrhen der oberen Atemwege. Aufgrund seiner schleimlösenden Inhaltsstoffe hilft er gut gegen Erkältung, Bronchitis und Husten. Er wird sehr gerne in Mischtees gegen Husten eingesetzt.

Man kann ihn entweder frisch gepflückt verwenden oder in bereits getrocknetem Zustand. Die Blätter könne von Frühjahr bis Herbst geerntet werden. Die stärkste Wirkung haben Sie allerdings in den Monaten Mai / Juni, wenn der Spitzwegerich anfängt zu blühen.

Warwischer Hauptdeich wird zur „Grünen Meile

Kirchwerder. Kräuterkurse, Direktverkauf von Gemüse, Honig und Marmelade aus eigener Herstellung, Ernte-Aktionen: das Angebot ist groß.

Kirchwerder. Ob Kräuterkurse, der Direktverkauf von Gemüse, Honig und Marmelade aus eigener Herstellung, „Selber-ernten“-Aktionen oder Hofführungen für Kinder und Erwachsene – das große Angebot von Jantje Schumacher ist für Vierländer, Touristen und „Städter“ schon zu einer festen Größe geworden.

Kindheitserinnerungen werden wach

„Manche schwelgen in Kindheitserinnerungen, wenn sie ihr Gemüse selber ernten, andere sind einfach völlig begeistert, dass sie mal selbst etwas machen dürfen“, erzählt die 41-Jährige von ihren Erfahrungen. Und wo wird der Satz „So schmutzige Finger hatte ich schon lange nicht mehr“ schon von einem glücklichen Lächeln begleitet? Andere erkennen erstmals, dass Kartoffeln über der Erde ganz anders aussehen, wundern sich, wie intensiv frische Kräuter schmecken.

Besonders die Kinder haben Aha-Erlebnisse: „Es ist immer jemand dabei, der gelbe Zucchini für Bananen hält“, erzählt Jantje Schumacher – nun heißen sie scherzhaft schon „Warwischer Bananen“. Aber auch grüne Cherry-Tomaten gehen schnell mal als Weintrauben durch – Staunen und Lernen ist oftmals eins. Kuschelig wird es bei den Haustieren: Hühner, Kaninchen und Hund Motte haben Streicheleinheiten gern.

Exklusive Arrangements für den Balkon

In diesem Jahr erweitern Martina und Herbert Burmester die „Grüne Meile“. Ihr Feld grenzt an das Jantje Schumachers. So bedarf es nur eines kleinen Hüpfers zum Blumenparadies. „Elbflora“ heißen die exklusiven Arrangements, mit denen sich der Tomatensalat quasi auf den Balkon holen lässt – in Form einer Tomatenpflanze samt Oregano und Thymian, alles zusammen in einem Topf. Auch Salate oder Blumiges wird passend zusammengepflanzt und heißt dann beispielsweise „Hamburger Salat“ (Mangold, Sauerampfer, Rauke), „Sonnig gelb“ oder „Ganz schön lila“.

Normalerweise werden diese Konzepttöpfe über den Großmarkt vertrieben, an Gartencenter geliefert oder auf den Wochenmärkten verkauft. Nun können Interessierte auch exklusiv hinter die Kulissen schauen, sich auf dem Feld selbst Sommerblumen zusammenstellen und im Gewächshaus erfahren, wie alles am besten gedeiht.

Ziel ist Bewusstsein für saisonale Früchte

Ob Gemüse oder Blumen, Kräuter oder Salate: „Wir wollen das Jahreszeitenbewusstsein schärfen und für die Wertigkeit der Produkte werben“, sind sich Jantje Schumacher und die Burmesters einig. Denn anders als im Supermarkt wächst auf dem Feld nicht alles zu jeder Zeit – sondern hat eben alles seine Zeit. „Und es ist daher robust und von guter Qualität“, sagt Herbert Burmester.

„Tatsächlich werten Selbsternter ein Wurmloch in einer Wurzel eher positiv“, hat Jantje Schumacher festgestellt, denn es zeige: Die Ware ist nicht mit Gift gespritzt. Schließlich stehe die „Grüne Meile“ für nachhaltiges Einkaufen: keine langen Wege, keine überflüssigen Verpackungen.

Das „Gemüse-Blumen-Hopping“ am Warwischer Hauptdeich 72 und 76 ist möglich zu den „Afterwork“-selber-ernten-Zeiten (mittwochs 18 bis 20 Uhr), sonnabends und sonntags jeweils 10 bis 18 Uhr, von Ende Mai bis Mitte September. Der erste Kräuterkursus ist bereits ausgebucht, ein paar Plätze gibt es noch für Dienstag, 10. Mai, und Donnerstag, 12. Mai. Informationen im Internet unter www.mit machgartenbau.de, Mobiltelefon: 01 77/7 42 26 86.